Die Natur deines Wesens

Das hier ist eine Einladung, einen Moment der Bewusstheit, für die Aufmerksamkeit von Unmittelbarkeit. Die Bewusstheit wie die natürliche Atmung durch den Körper fliesst, den Raum öffnet, nährt und belebt – einen Moment der Aufmerksamkeit von Gewahrsein, von Form und Leere, die durch den Körper fließt und dich einfach komplett hier ankommen lässt.

Und so wie du ein bewusstes Wesen bist, was wahrnimmt und spürt, so ist im Grunde auch die Erde ein bewusstes Wesen. So lade dieses BewusstSeinsWesen der Erde ein, mit deiner Wesenheit in Berührung zu sein. Die Erde ist im Grunde der Meditationsraum auf und in dem du vierundzwanzig Stunden am Tag unterwegs bist. Spüre deine Füße auf dem Boden, die Atmung die kommt und geht, den Hintern auf dem du sitzt, den Körper so wie er da ist. Erlebe das Bewusstseinsfeld was sich hier eröffnet. Du musst dir nichts vorstellen; es ist mehr dieses spüren der Gesamtenergetik von Dir – „ja, so fühlt es sich gerade an… so zeigt es sich, so erlebt es sich, jetzt in diesem Moment“ Dem gib Raum!

Befreiung: Einmal dieses, das es sich selbst erkennt und erfasst: Das was du bist hat keine Farbe, keine Form und kein Design. Das was du in deiner Natur bist, ist keine Erscheinung. Das was Wahrnehmung ermöglicht, ist nicht wahrnehmbar. Und zeigt sich ungeteilt als DAS HIER. DAS ist nicht existent. Doch ist es schwachsinnig, darauf zu hoffen; das sich DAS vollständig erfasst. Das ist fast so schwachsinnig wie auf den Tod zu hoffen – was nur ein weiterer Traum im Traum ist. Wenn dann erfasst es sich selbst.

Und Jeder, der hier ist, lebt in Beziehung; hat Kinder, hat einen Job, hat irgendwie etwas, letztlich sich Selbst – just simpel, ES lebt sich, dem vertrau dich an, in Dir und lebe. Was uns unnötiger weise leiden lässt, das wir unsere ursprüngliche Farbe nicht kennen, unsere ursprüngliche Form, unser ursprüngliches Sein. Wenn sich das mehr und mehr lebt und darin erfasst, hört das unnötige Leiden auf.

Nicht, das du es wissen mußt WER, WIE und WAS du bist – vielleicht kannst du es spüren, erleben, leben und Sein.

Lade die Ur-Präsenz ein, die du bist. Diese Ur-Präsenz, die dich als Wesenheit, geschaffen hat. Nicht die Eltern, nicht Gott, niemand Anderes hat dich geschaffen; das warst du als UR-präsenz. Du bist aus deiner eigenen Quelle hervorgetreten, du bist deine eigene Quelle, du bist DAS was die Quelle ist. Empfange einmal die Quelle die du bist, – die lebendige Essenz von ursprünglicher Energie, die du bist.

Spüre dein Herz, dein konkretes unmittelbares Sein, dass diese Energie, die war, bevor du wurdest, durch deinen Körper, dein Sein fließen kann, du wieder umfänglich damit vertraut wirst.

Eine Aussage von Nisargadatta: „Gib dem Selbst eine Chance, dich zu formen.“ Dir deine Form zu geben! Und dieses Selbst – dieses Selbst sein, was du bist. Lasse es durch deinen Raum fließen, durch deinen Körper fließen. Spüre, ohne wissen zu müssen und Sei hier.

Die gesamte Energetik, die du bist, die Qualität deines Seines – deine essenzielle Farbe, deine Ur-Qualität die du bist, die daraus leuchtet. Vielleicht ist es die Qualität von Frieden, die du bist. Hier taucht Stille-Freude auf, eine Art von innerem Lächeln. Vielleicht ist es eine Qualität von Liebe, die sich von innen heraus öffnet. Für den Denken Verstand ist hier Urlaub angesagt, vollkommene Sendepause, denn es ist nicht sein Job zu spüren, wahrzunehmen und zu erleben Der Körper-Verstand macht da hin- und wieder Ärger, versucht weiter am Ruder zu bleiben, auch wenn er letztlich keine Chance hat. Wurde vom Verstand eingesehen das er hier keine Chance mehr hat, dann arbeitet er mit.

Wenn dieses „Ich Bin“ umfänglich verkörpert und erfasst ist, weißt du wort-los und unmittelbar „Ich Bin Nicht“. Und es ist kein Buchwissen – die Quelle schaut durch dich auf sich selbst. Die Quelle hat die Form geschaffen und die Quelle bringt sich durch die Ursprungsqualitäten zum Vorschein, und ist letztlich alles was IST.

Leben findet statt. Hier passiert Sein und Handeln. Hier kannst du schauen und sagen: „Alles was ich nicht bin, darf meinen Raum verlassen und alles, was ich aus meinem Ursprung, aus meinem Wesen bin, kann mehr und mehr einfließen und vollständig hier sein. Dass sich die Ursprungsqualität die Ich Bin durch den Körper fließt und lebt.“

Keine Spur von „heilig“, eher dies, „Ich Bin vollständig hier“, aus dem eigenen Ursprung, dem eigenen SEIN mit allem, was die Existenz als „du Selbst“ bereitstellt. Und das entspricht keiner Form. Es entspricht sich selbst, ist deckungsgleich mit sich.

Wenn der Körper deckungsgleich ist mit dem Unmittelbaren, bist du im „ich bin.“ Wenn du im „ich bin“ bist und nicht haderst, öffnet sich dein Ursprung. Wenn du dich nicht wehrst, weil du denkst, „ich kann nicht“, „ ich sollte doch noch… dies und das“ zeigt sich die Quelle, ohne jemals in Erscheinung zu treten und das ist das Paradox.

Und dann gehst du einen Tee kochen oder auf die Arbeit und bist einfach wieder kompakt du. Deckungsgleich in diesem pragmatischen Handeln und Sein.

Und natürlich scheint es ein Prozess zu sein, ganz einfach weil das, was in Erscheinung tritt, das was als Mensch-Sein da ist, wird immer im Prozess sein – die Erscheinung ist Prozesshaft in ihrer Natur.

Die Quelle der Wahrnehmung, die Quelle des Seins, DAS was nie im Prozess war, wird davon niemals bedingt sein. Es gibt nicht diese Brücke vom Prozesshaften ins nicht Prozesshafte. Beiläufig erfasst es sich, im Sehen und Erleben, dass es da keine Trennung gibt. Hierin erfasst es sich, das ist das Schöne. Im nicht Hadern mit den Dingen kommt Frieden rein, in DAS was Frieden ist.